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Runa

RUNA. SIE HAT BEREITS ZWEI WELTEN KENNENGELERNT. JETZT KÄMPFEN WIR UM DIE DRITTE

 

Runas erste Welt war ein Wald. Aber nicht einer von denen, die man mit Ruhe, Stille und Geborgenheit verbindet. Es war ein Wald, in dem ungewollte Würfe, ausgesetzte Welpen und Tiere auftauchen, nach denen niemand sucht. Erde statt eines Schlafplatzes. Büsche statt eines Zuhause

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RUNA. SIE HAT BEREITS ZWEI WELTEN KENNENGELERNT. JETZT KÄMPFEN WIR UM DIE DRITTE

 

Runas erste Welt war ein Wald. Aber nicht einer von denen, die man mit Ruhe, Stille und Geborgenheit verbindet. Es war ein Wald, in dem ungewollte Würfe, ausgesetzte Welpen und Tiere auftauchen, nach denen niemand sucht. Erde statt eines Schlafplatzes. Büsche statt eines Zuhauses. Hunger, Kälte, Krankheiten und der Zufall, der darüber entscheidet, wer von ihnen den nächsten Tag noch erlebt. Runa war dort mit ihrer Schwester. Zwei kleine Hündinnen ohne Impfungen, ohne Schutz und ohne einen Menschen, der viel früher für sie hätte da sein müssen. Wir haben sie Runa genannt, weil sie uns von Anfang an an den Wald und etwas Wildes erinnerte. Wie ein kleines Zeichen, das irgendwo inmitten all dessen zurückgelassen wurde.

Dieser Wald liegt in der Ukraine. Und hier bekommt diese Geschichte eine zweite Dimension. Denn der Krieg hinterlässt nicht nur Ruinen, leere Häuser und Menschen, die fliehen mussten. Er hinterlässt auch Tausende Tiere. Ausgesetzte Hunde, unkastrierte Hündinnen, immer neue Würfe, die an Straßen, am Rand von Ortschaften und eben auch in Wäldern geboren werden. Niemand begleitet sie durch ihre ersten Lebenswochen. Niemand achtet darauf, dass sie geimpft werden. Niemand kann ihnen garantieren, dass sie überhaupt jemand findet, wenn sie krank werden. Es gibt dort noch viel mehr kleine Geschwister wie Runa und ihre Schwester. Die beiden wurden gefunden. Beide kamen mit einer schweren Darmentzündung in die Tierklinik. Die Behandlung und Diagnostik wurden eingeleitet, außerdem wurde ein CPV-Schnelltest durchgeführt. Eine von ihnen hat es nicht geschafft.

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Und dann lernte Runa ihre zweite Welt kennen. Ein paar weiße Wände in der Tierklinik, eine Unterlage, ein Venenzugang in der kleinen Pfote, Medikamente, Untersuchungen und viele weitere Stunden unter Beobachtung. Mehr umfasst ihre Welt im Moment kaum. Ihr Körper ist geschwächt, sie muss weiterhin stationär behandelt und intensiv betreut werden, und jeder weitere Tag bedeutet zusätzliche Behandlung und weitere Kosten. Ihre Schwester liegt nicht mehr neben ihr. Runa ist allein zurückgeblieben und nun dreht sich der ganze Kampf um sie. Wir wollen nicht darüber nachdenken, wie viel sie noch aushält, und auch keine Versprechen machen, die niemand garantieren kann. Wir wollen ihr einfach alles geben, was sie braucht, solange ihr kleiner Körper weiterkämpft.

Denn es gibt noch eine dritte Welt. Runa kennt sie noch nicht. Dort gibt es keinen Wald, in dem ein Welpe auf sich allein gestellt bleibt. Keine Klinik, in der jeder weitere Tag eine neue Etappe der Behandlung bedeutet. Dort gibt es einen Napf, der immer gefüllt sein wird. Einen sicheren Platz zum Schlafen. Einen Menschen, der merkt, wenn etwas wehtut, und nicht verschwindet, sobald Probleme auftauchen. Dort gibt es das Leben eines Hundes, der wächst, stärker wird, herumrennt und die Welt entdecken darf, ohne ständig ums Überleben kämpfen zu müssen. Genau dorthin wollen wir Runa bringen.

Eine der beiden Schwestern konnten wir nicht retten. Daran können wir nichts mehr ändern. Aber Runa ist noch in der Klinik. Sie atmet. Sie wird weiterhin behandelt. Und sie hat noch immer die Chance, diesen Ort eines Tages zu verlassen. Deshalb bitten wir Dich um Hilfe, damit wir ihre stationäre Behandlung, Medikamente, Untersuchungen und weitere Versorgung bezahlen können. Hilf uns, sie durch diese zweite Welt zu begleiten, damit sie eines Tages die dritte kennenlernen darf. Die erste hat sie sich nicht ausgesucht. Die zweite braucht sie, um zu überleben. Die dritte wollen wir ihr gemeinsam mit Dir schenken.

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