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VOGEL DES JAHRES 2021

Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz oder Rauchschwalbe – wer gewinnt die Wahl zum Vogel des Jahres 2021?

In diesem Jahr zum 50. Jubiläum der Aktion „Vogel des Jahres“ (organisiert von NABU und Landesbund für Vogelschutz e.V) wird die Wahl öffentlich, allen Menschen dürfen mitbestimmten. Auf der Internetseite : https://www.vogeldesjahres.de/ werden die Vögel vorgestellt, die aus der Vorwahlphase zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember 2020 hervorgegangen sind. Es haben fast 130 000 Menschen aus 307 heimischen Brutvogelarten und den wichtigsten Gastvogelarten gewählt. Unter der nominierten sind zehn Vogelarten: vier gefährdete wie: Kiebitz, Goldregenpfeifer, Feldlerche, Rauchschwalbe, eine bald gefährdete Art: Haussperling und fünf ungefährdete Arten: Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Blaumeise und Eisvogel. Mit der Wahl möchte man auf die Gefährdung der Tiere und Lebensräume aufmerksam machen und zwar nicht nur in Deutschland. Auch in Österreich setzt man sich auf diese Weise für die gefährdete Vogelarten ein: seit 2000 übernimmt Österreich den deutschen Vogel des Jahres, Luxemburg wählt ihren eigenen und in der Schweiz wird seit 2001 der Schweizer Vogel des Jahres gekürt. Ähnliche Wahlen finden auch in vielen osteuropäischen Ländern statt (Armenien, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Lettland usw.), im westeuropäischen Teil lediglich in Portugal und Spanien. Auch außerhalb von Europa ist die Wahl bekannt: Neuseeland, Südafrika, Namibia und U.S.A sind mittlerweile dabei.

Für welchen Vogel soll man sich denn entscheiden? Ich habe mir gedacht, damit der Haussperling nicht endgültig auf die Rote Liste der gefährdeten Arten rücken muss, gebe ich ihm meine Stimme.
Er ist zwar einer der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Singvögel nicht nur in Europa aber sein Bestand ist seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark zurückgegangen. Es gibt dafür verschieden Ursachen: die in der Stadt moderne und sanierte Gebäude bieten kaum Platz für Räume, die Sperlinge als Brutplätze nutzen könnten, auch Vermehrtes versiegeln der Grünflächen in den Städten trägt dazu bei, dass die Vögel für sich keinen Platz finden. Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft trägt dazu bei, dass sich die Nahrungsangebot und -qualität – Sperlings-Küken ernähren sich von Insekten – kontinuierlich verschlechtert. „Lasst mir meine Nischen“, „Mehr Oasen in Betonwüsten“, „Mehr Krümelpflicht auf öffentlichen Plätzen“ – mit diesen Sprüchen fordert uns der Haussperling dazu, ihn als Vogel des Jahres zu wählen. Mich hat er überzeugt. Und welchen Vogel werdet Ihr wählen?

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