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Lärm im Meer

Laut einer Untersuchung zur Lärmbelastung der Meere, deren Ergebnisse in „Science“ publiziert wurden, steht fest, dass der von den Menschen verursachte Lärm, für die Meerestiere unerträglich ist. Kakophonie der industrieller Laute führt dazu, dass die Nahrungssuche, Feindvermeidung, Kommunikation, Partnersuche und Navigation für die Tiere zur schwierigsten oder gar unmöglichen Aufgabe wird.

Photo by Kevin Yudhistira Alloni on Unsplash

Unter Wasser herrscht nie komplette Stille. Die Geräuschkulisse ist vielfältig und wird verursacht durch verschiedene, natürliche Faktoren wie Regen, Brandung, Seebeben oder durch Eisschollen und abbrechende Eisberge. Meerestiere erzeugen auch Geräusche, um miteinander zu kommunizieren. Durch die menschlichen Aktivitäten wird der Lärm im Meer noch größer, und die Untersuchung zeigt, dass viel mehr Tierarten davon betroffen sind, als ursprünglich gedacht.

Die größten Verursacher dieses Problems sind Schiffsverkehr, Militärübungen und Öl-und Gasindustrie. Der zusätzliche Lärm verwirrt Tiere, verändert ihr Verhalten – sie verlassen sogar ihre Lebensräume; er lässt sie erkranken oder sterben. Die Wissenschaftler behaupten, die Bedrohung betrifft nicht nur in den Meerestiefen lebende Organismen sondern auch Meeresschildkröten, Vögel, Robben und Seehunde.

Carlos M. Duarte, einer der mitwirkenden Wissenschaftler aus der König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie meint, dass der durch die Menschen verursachte Lärm langsam die ganzen Ökosysteme überall auf der Welt zerstört. Wir müssen handeln.
Die Ergebnisse der Untersuchungen kamen im richtigen Moment. Im Januar rief UNO die Regierungen dazu auf, mindestens 30% der Meeresgebiete streng zu schützen. Das Lärm-Problem zeigt, dass dies eine richtige Entscheidung war.

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