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Dringende Hilfe für fast 2.000 Tiere!

An diesem schönen Tag im Juli möchten wir Euch um Hilfe bitten. Es scheint gerade eine günstige Zeit zu sein. Oder im Gegenteil, vielleicht ist es nie passend. Ich würde am liebsten das alles gar nicht schreiben. Aber heute ist es ein schöner Tag, wenn ich das tippe, denn draußen ist es warm, fast 30 Grad und ich kann den Pferden zuschauen, wenn sie im Schatten unseres historischen Parks das Gras fressen.

Alter Park, alte Pferde. Unsere Stiftung wird auch immer älter. Centaurus hat 16 Jahre Tätigkeit für Tiere hinter sich. Und in diesen 16 Jahren haben wir nur einmal um Eure Hilfe gebeten – als COVID ausbrach und wir am Abgrund standen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so bald zum zweiten Mal über dem Abgrund stehen würden.

Zuerst also der berühmte COVID, dann die Ukraine. Wir haben 1.300 Tiere aus der Ukraine übernommen. 300 Hunde haben wir heute noch. Wir haben in Medyka das größte Hilfszentrum eingerichtet, das 3 Monate lang bestand. In der Zwischenzeit haben wir drei große Zentren betrieben, denn Medyka war ja, wie der ganze Krieg, nicht geplant.

Seit 2006 haben wir 1.500 Pferde gerettet. Vor Tod, Schicksal und Tyrannen. Vor Hunger, Missbrauch und unermesslichem Leid. Wir retteten Pferde und Tausende von anderen Tieren. Unsere Priorität war es immer, ihnen den bestmöglichen Unterhalt zu gewährleisten, wir mussten aber jedes Geldstück zweimal umdrehen und versuchten, es gut zu investieren. Und in der Regel konnten wir bei vielen Unternehmen und Institutionen Spenden sammeln, indem wir unsere Kalender, handgemachte Hundebetten und Kuscheltiere verkauften und Wohltätigkeitsveranstaltungen organisierten. Für viele unserer Tiere wurden Patenschaften übernommen. In den letzten Wochen ist das alles zusammengebrochen.

Viele Tieren haben zwar noch ihre Paten aber viele nicht mehr. Aufgrund von Arbeitsplatzverlusten und finanziellen Problemen verlieren unsere Tiere jeden Tag ihre Spender. Neue sind immer schwieriger zu bekommen, das Telefon bleibt stumm. Zusammen mit der Tatsache, dass die Preise überall steigen, entsteht eine dramatische Situation, angesichts derer wir in Kürze keine neuen Tiere mehr aufnehmen werden. Und für sie bedeutet das den Tod. Denn Centaurus rettet jedes Jahr rund 300 weitere Pferde. Und sie nimmt mehrere hundert Hunde und Katzen auf. Und dabei zähle ich nicht die Nutztiere, die ab und zu zu uns kommen, sondern auch all die Haustiere, die ständig da sind.

Nein, ich werde nicht schreiben, dass unsere Tiere verhungern werden. Sie werden heute nicht sterben. Wir haben noch etwas Zeit. Wir haben einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln. Aber während wir vor einem Jahr noch 14.000 PLN (etwa 2979 Euro) für eine Lkw-Ladung Hafer bezahlt haben, waren es gestern 37.000 PLN (etwa 7873 Euro). Und es hat mich einfach umgehauen, als ich unser Kontostand sah. Das Geld für Heu ist futsch. Und ein zweiter Lkw kommt bald auch und dritter ist geplant. Ein Ballen Heu kostet nicht mehr 70 PLN (etwa 15 Euro), auch nicht mal durch Beziehungen und bei großen Mengen. Es kostet 130-140 Zloty (bis etwa 30 Euro) und die Preise steigen ebenfalls. Bei weit über 1.000 Pferden, die wir dauerhaft halten, kann man leicht ausrechnen, dass sich die Kosten für Unterhalt dieser und der übrigen Tiere auf eine Million pro Monat belaufen. Hinzu kommen die Tierarztkosten, der Hufschmied und die Entwurmung. Und jeder will mehr Geld. Mehrmals in der Woche kommt ein Tierarzt zu uns, um sich um die ältesten Pferde zu kümmern, sie zu diagnostizieren und zu behandeln. Und die 25 neuen Pferde pro Monat kommen meist in schlechtem Zustand an. Und so geht es in letzter Zeit von früh bis spät – überall steigen die Kosten und versetzen uns in Angst und Schrecken. Wir sind eins der größten Asyls für Pferde in Europa – es ist sowohl ein Grund, stolz darauf zu sein, dass ein solches Zentrum in Polen eingerichtet wurde, als auch eine große Verpflichtung, die wir seit 16 Jahren zu bewältigen versuchen. Und heute sage ich laut: Wir brauchen sofort Hilfe!

Deshalb wende ich mich heute an Euch, liebe Tierfreunde. Denn wir können es nicht allein schaffen. Unsere Spender haben selbst große Probleme und unsere Tiere werden alt statt jung. Und das bedeutet, noch mehr Ausgaben.

Ich möchte keinem von diesen Tieren in den nächsten Tagen eine Ultraschalluntersuchung verwehren, die Hafermenge reduzieren oder den Hunden minderwertiges Futter oder billigere Entwurmungsmittel kaufen. Ich möchte nicht in diese Gesichter, Augen, Rüssel und Schnauzen schauen und sagen, dass das versprochene Paradies verloren ist, weil die Welt verrückt geworden ist und es eine Inflation gibt. Und dann war da noch die Ukraine. Und COVID war ja auch. Die Tiere wissen nicht, was Inflation ist. Aber ich weiß, wenn ich auf unser Bankkonto schaue. Und ich möchte ihnen nicht erklären, warum ihre Existenz heute so wackelig ist. Denn was soll das bringen? Sie können selbst nichts tun.

In der Regel sind sie von allem beraubt worden, von ihrer Würde über ihre Jugend und Gesundheit bis hin zu einem Stück Decke oder einem Platz im Stall – sie haben nur uns. Und wir wissen wirklich nicht mehr, was wir angesichts der explodierenden Preise und der immer geringer werdenden Unterstützung tun sollen – denn obwohl wir die Situation verstehen, hilft das unseren Tieren nur wenig.

Und so kommen wir an einen Punkt, an dem wir mit dem Kopf gegen die Wand laufen. Pyza, Niusia, Halka, Kubuś, Maryś – sie haben niemanden auf dieser Welt. Und heute haben sie nur Euch.

Wir sammeln hier für Hafer, Heu, Futter für ältere Hunde und Tierarzt. Wir sammeln, damit die Tiere nicht um das echte Zuhause gebracht werden, das sie nie hatten.

Wir veranstalten bereits am 24. und 25. September Tage der offenen Tür auf unserem alten Gutshof in Szczedrzykowice. Kommt vorbei und schaut selber, was wir tun. Kommt und trinkt mit uns den berühmten Himbeertee von unserer lieben Frau Zosia. Besuche uns dort, wo wir einst gemeinsam mit Euch ein Paradies für Tiere geschaffen haben. Für die Unerwünschten, Verlassenen und Vergessenen.

Aber hier und heute bitte ich Euch, uns dabei zu helfen, damit wir weitermachen können. Helft uns bitte, zu überleben. Ohne Euch würden diese 2.000 Tiere am Abgrund stehen. Und die Tiere in Not, die uns noch brauchen werden, können auf keine Hilfe mehr hoffen…
Die Centaurus-Stiftung setzt sich seit 2006 für die Belange der Tiere ein. Sie ist eine gemeinnützige Organisation. Centaurus – es sind mehr als 1.500 gerettete Pferde, fast 200 Esel, mehrere hundert Hunde und Katzen sowie zahlreiche Nutztiere. Sie alle sind dank Menschen wie Ihr, am Leben. Ohne Eure Unterstützung wäre die Rettung nicht möglich.

Wir danken Euch von ganzem Herzen für Eure Hilfe.


UNSER Spendenmöglichkeiten:
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Vielen Dank!
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